Diabetes: Symptome, Ursachen und Tipps im Umgang

Diabetes: Symptome, Ursachen und Tipps im Umgang

Diabetes mellitus steht für verschiedene Erkrankungen des Stoffwechsels. Daraus resultierend kommt es zu dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten. Die chronische Hyperglykämie. Verursacht durch einen Mangel an des Hormons Insulin oder einer verringerten Wirkung dessen an den Körperzellen.

Es können vier Typen von Diabetes mellitus unterschieden werden. Typ-1- und Typ-2-Diabetes sind dabei die am häufigsten auftretenden Varianten. Beim Typ 1 – Diabetes handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, welche auf die Zerstörung von insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zurückgeht.

Beim Diabetes mellitus Typ – 2 liegt hingegen ein Wechselspiel aus einer starken genetischen Komponente, ungesunder Ernährung, Umwelteinflüssen und anderen Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungs- und Schlafmangel vor.

Weitere Einblicke in das Thema: Diabetes: Symptome, Ursachen und Tipps im Umgang gibt es im folgenden Artikel.

Zahlen und Fakten zu Diabetes

Weltweit leben derzeit mehr als eine halbe Milliarde Männer, Frauen und Kinder mit Diabetes. Eine Zahl, die aufhorchen lässt. In Deutschland sind es rund 11 Millionen Menschen. Darunter 9,1 Millionen mit Typ-2 und 340.000 mit Typ-1.

Etwa 37.000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren sind vom Typ 1 betroffen. Jährlich erkranken rund 4.000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre neu an Typ-1-Diabetes. Jährlich steigt die Rate um 3-5% (1).

Welche Symptome sind kennzeichnend für Diabetes mellitus?

Der verursachte Mangel an Insulin führt u.a. zu allgemeinen Symptomen wie:

  • Andauerndes Durstgefühl (Polydipsie) und häufiges Wasserlassen (Polyurie). Der Körper versucht, den überschüssigen Zucker auszuscheiden und dies führt zu einem vermehrten Wasserlassen. In der Folge haben Betroffene mehr Durst.
  • Müdigkeit, Antriebsschwäche und Konzentrationsprobleme sind ebenso kennzeichnend,
  • wie auch Übelkeit und Schwindel, Gewichtsverlust sowie Störungen der Sehstärke.
  • Häufig treten auch Infektionen, insbesondere der Harnwege durch den erhöhten Zuckerspiegel, auf.
  • Schlechte Wundheilung aufgrund von Störungen der körpereigenen Reparaturmechanismen und einer schlechteren Durchblutung.
  • Juckreiz aufgrund einer vermehrt auftretenden trockenen Haut.
  • Neuropathien mit dem Risiko von Geschwüren am Fuß.
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit bei einem sehr stark erhöhten Blutzuckerspiegel.

Bei einer Typ-2-Diabetes entwickeln sich die Symptome oft schleichend. Oftmals wird eine Erkrankung erst bei sehr hohem Blutzucker oder durch Zufall erkannt.

Werden die Symptome bei einer Typ-1-Diabetes nicht rechtzeitig erkannt, kann es durch den Insulinmangel zu einer sogenannten Ketoazidose kommen. Diese Übersäuerung des Blutes ist ein akuter Notfall.

Was sind die Ursachen für eine Diabetes-Erkrankung?

Beim Typ 1 – Diabetes greift das Immunsystem, eigentlich für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig, körpereigene insulinproduzierende Zellen an. Sind diese Zellen zerstört, gelangt die aufgenommene Glukose nicht mehr vom Blut in die Körperzellen. Das Insulin hierfür fehlt. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel steigt.

Die Gründe hierfür sind noch weitestgehend unbekannt. Bekannt ist aber die Beteiligung der genetischen Komponente. Die Therapie bei absolutem Insulinmangel beruht auf dem Ausgleich durch spezifische Gaben von Insulin (über Insulin Spritzen) mit entsprechender Anpassung der Ernährung.

Wie bereits erwähnt, sind es bei Diabetes Typ 2 neben der genetischen Komponenten verschiedene Faktoren des Alltags. Zunächst wird hier oftmals noch ausreichend Insulin produziert. Daher können kleine Veränderungen im Lebensstil schon helfen, den Diabetes zu kontrollieren. Deshalb spielen gerade bei diesem Typ neben der Kontrolle des Blutzuckerspiegels auch Lifestyle-Empfehlungen eine wesentliche Rolle spielen.

5 Tipps für den Umgang mit Diabetes

Diabetes ist eine chronische Erkrankung, d.h. ein Akzeptieren und Erlernen im Umgang damit ist absolut sinnvoll und notwendig. Mit Selbstdisziplin und Routine lässt sich mit einer Typ 2 Erkrankung ein weitestgehend normales Leben führen.

  • Dazu gehört zunächst die Umstellung der Ernährung auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Dies bedeutet eine vollwertige Mischkost mit viel frischem Gemüse und Salat, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Ebenso wie Nüsse, Samen und hochwertige Öle. Auf Wurst, Fertigprodukte, Süßigkeiten oder Backwaren aus Weizenmehl sollte eher verzichtet werden, da diese den Blutzucker schnell und negativ beeinflussen.
  • Viel trinken. Dies gerät im Alltag schnell in Vergessenheit, doch bei Menschen mit Diabetes ist diese Empfehlung nochmals wichtiger. Ausreichend trinken gilt generell für jeden. Doch hier ist es bedeutsam, um so Blutzuckerschwankungen auszugleichen. Zuckerhaltige oder süßstoffhaltige Getränke sollten dabei gemieden werden.
  • Zu Beginn eines Typ-2-Diabetes kann eine Reduzierung des Körpergewichts bereits ausreichen. Bewegung ist wichtig, da sie den Blutzuckerspiegel senkt und die Insulinsensitivität steigert. Es sind schon die kleinen Dinge, die helfen, z.B. weniger mit Aufzug oder Auto fahren, und die Bewegung nutzen, aktiv zu werden. Jeder Schritt zählt
  • Stressreduktion und ausreichend Schlaf, so wird der Stoffwechsel positiv unterstützt und weniger Stresshormone ausgeschüttet. Denn Stress kann den Blutzuckerspiegel negativ beeinflussen, während ausreichender Schlaf die Insulinempfindlichkeit verbessert und die Hormone reguliert, die für den Stoffwechsel wichtig sind. Denn nur ein ausgewogener Hormonhaushalt fördert einen optimalen Blutzuckerspiegel bzw. reduziert zu hohe Blutzuckerwerte. Techniken zur Stressbewältigung können helfen, die Schlafqualität zu verbessern. Denn 7 Stunden Schlaf pro Tag sollten es sein.
  • Mikronährstoffe spielen eine wichtige Rolle bei Diabetes. Mikronährstoffe, auch als Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bekannt, sind essenzielle Nährstoffe, die der Körper in geringen Mengen benötigt, um gesund zu bleiben (3). Mikronährstoffe So trägt Zink zu einem normalen Kohlenhydrat-Stoffwechsel bei, Chrom zu einer Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels und Vitamin B12 und Magnesium tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Sie unterstützen den Körper bei der Verarbeitung von Glukose im Blut und verbessern die Insulinwirkung (3).

Wichtiger Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Vor der Einnahme hochdosierter Präparate empfiehlt sich ein Check-up beim Arzt, um den individuellen Bedarf zu ermitteln.

Rechtlicher Hinweis zur Kennzeichnung: Die in diesem Text verwendeten Aussagen entsprechen den Vorgaben der EU-Health-Claims-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 432/2012). Fachliche Details bietet das EU-Register für Health Claims.

Medizinische Anmerkung: Die Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung. Sie stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar und ersetzen nicht das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker.

Bildquelle: neirfy / https://stock.adobe.com/de

Quellen:

(1) https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen

(2) European Food Information Council: Makro- und Mikronährstoffe; https://www.who.int/health- topics/micronutrients#tab=tab_1

(3) Bajaj S et al., Antioxidants and diabetes, Indian J Endocrinol Metab., 16 (2012) 267-271. Farvid M S et al., Comparison of the effects of vitamins and/or mineral supplementation on glomerular and tubular dysfunction in type 2 diabetes. Diabetes Care, 2005, 28(10):2458-64. Farvid MS et al., The impact of vitamins and/or mineral supplementation on blood pressure in type 2 diabetes. J Am Coll Nutr. 2004, 23(3):272-9.

Geschäftsführer |  + posts

Prof. Dr. Jörg Breitenbach entwicklete als Experte wegweisende Produkte im Bereich der Infektionskrankheiten und Neurowissenschaften. Dabei verbindet er jahrzehntelange Erfahrung in internationaler Forschung mit unternehmerischer Innovation.

Als Auszeichnung seiner Leistungen wurde er im Jahr 2020 als Fellow in das American Institute for Medical and Biological Engineering (AIMBE) aufgenommen.

Neben seiner Rolle als Autor von Fachpublikationen, ist er zudem aktives Mitglied renommierter Gremien.

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